Hafenmanöver - wohin mit den Fendern?

 "Schau mal da, ein Charterboot! Da hängen die Fender noch draußen!"


Solche Sprüche kann man sich unter Seeleuten anhören, wenn man seine Fender auch während der Fahrt ständig an Der Bordwand hängen lässt. Dabei ist das doch so bequem. Gerade als Einhandsegler will man ja nicht beim Manöver ständig an Deck umherlaufen. 

Auch wenn es ein wenig mühselig ist, die Fender einzuholen gibt es gute Gründe, dies doch zu tun. 

    1.     Fender blockieren die Einfahrt

Wenn ihr in eine Box fahrt, wird das Boot mit hoher Wahrscheinlichkeit recht dicht an den Dalben entlanggleiten. Ein klassischer Fehler kann es sein, die Fender zu früh anzuhängen und sich damit ein flüssiges Manöver zu versauen. Oft bleibt nämlich ein Fender einfach zwischen Bordwand und Dalben klemmen und sorgt für ein unkontrolliertes, unangenehmes Bremsmanöver. Im schlimmsten Fall schlägt das Boot dadurch quer und rammt in das Nachbarboot eine Delle. 

    2.     Die Seereling kann beschädigt werden

Wenn Fender beim Manöver eingeklemmt werden, üben sie einen heftigen Zug auf die Seereling aus. Haarrisse im Gelcoat und verbogene Relingstützen sind dann oft die Folgen.

    3.     Schoten und Leinen können hängen bleiben.

Wer mit den Fendern segelt, wird schnell zu der Erkenntnis kommen, dass sie dabei nicht gerade praktisch sind. Die Vorsegel- Schoten bleiben gerne unter den Fendern hängen, wodurch hektische und gefährliche Situationen entstehen können. 

Experten- Tipp: Manöverfender

Wer mit einer kleinen Crew unterwegs ist, kann ein Crewmitglied mit der Aufgabe betrauen, den Manöverfender zu führen. Als Manöverfender eignen sich voluminöse Birnenfender oder Ballfender, da sie einen ausreichenden Abstand zu anderen Objekten herstellen und große Kräfte aufnehmen und abfedern können. Wenn beim Hafenmanöver nun ein Fehler passiert ist und das Boot zu kollidieren droht, läuft der Fenderführer/ die Fenderführerin schnell an die betreffende Bordseite und lässt den Fender herunter. Ein Zusammenstoß kann entspannt und ohne Gefährdung verhindert werden.

⬇️Der Link zum passenden Fender ⬇️

Ein solcher Fender ist als Manöverfender geeignet

Wohin mit den Fendern?

Die Frage konnten wir für uns auch erst nach einigen Seemeilen beantworten. Wie viele Dinge an Bord finden auch die Fender erst nach einer gewissen Erfahrungszeit ihren richtigen Platz. Manche Boote haben sehr große Ankerkästen, die auch die vorderen Fender aufnehmen können. Andere, so wie wir, hängen ihre Fender einfach sauber aufgereiht und auf Slip gesetzt an den Heckkorb. Auf Slip, weil man nicht lange einen verklemmten Knoten lösen möchte, wenn man schnell mal einen Fender braucht. Wer eine elegante Aufbewahrungsmöglichkeit sucht, der ist mit Fenderkörben gut beraten. 

Solche Fenderkörbe sind praktisch

















Kommentare

  1. Wir segeln unser Eignerboot seit 2004 und haben zum Anlegen 6 Stück Seitenfender lagern aufgereiht und gebunden in der Bugkoje und zwei große Kugelfender für Bug und Heck.Diese lagern oberhalb der Davits.Unser Schiff liegt auf Mooring.Haben wir vor unter Maschine zum Einkauf auszulaufen,werden die Fender je nach Bedarf vorbereitet die Seitenfender sind an eine Leine gebunden (fix) Die vordere Klappe oben öffnen und die Leine mit dem ersten Karabiner an der Reling einhängen (Pelikanhaken) Die Fender liegen immer noch in der Koje .Erst kurz vor dem Anlegen am Ziel wird nach Möglichkeit entschieden welche Seite. Dann die Fender herausholen und mit weiteren Karabinern der Reihe nach einhängen.Nun kommt unmittelbar vor dem Festmachen an der Mole (Pier) der große Kugelfender vorne seitlich an die Bugklampe und nach dem Festmachen der Zweite Ball zwischen Mole und Heck Leiter runter und Aussteigen.

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    1. Auch eine gute Lösung Alf.
      Danke für diese Ergänzung!
      Viele Grüße!

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